Erschöpfung und Stress

Erschöpfung

Als Erschöpfung wird ein Zustand des Körpers bezeichnet, der mit dem Gefühl körperlicher Schwäche, Müdigkeit und Antriebslosigkeit einhergeht. Der Körper hat ein begrenztes Energiekontingent. man spürt es, wenn dieses Energiekontingent aufgebraucht ist. Tägliche Aufgaben fallen einem plötzlich schwer und kosten starke Anstrengungen.

Erschöpfung ist ein Zustand starker körperlicher und/oder psychischer Ermüdung, der nach großen körperlichen oder psychischen Anstrengungen auftritt, um unseren Körper eine verminderte Leistungsfähigkeit zu signalisieren und ihm Zeit zur Regeneration zu geben.

In der Regel ist Erschöpfung kein Grund zur Sorge. Wenn wir dem Körper einen erholsamen Ausgleich nach der Belastung gönnen und ihm die Ruhe geben, seine Energiespeicher wieder aufzufüllen, wird er sich schnell erholen.

Hält die Erschöpfung aber ohne ersichtlichen Grund länger an, können aber auch bestimmte Krankheiten dahinterstecken:

  • Blutarmut
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom
  • Erkrankung am Herzen
  • Erkrankung an Krebs
  • Erkrankung des Darms
  • Erkrankung des Stoffwechsels
  • Ernährungsbedingte Ursachen
  • Hormonelle Ursachen
  • Immunschwäche oder Erkrankung des Immunsystems
  • Infektionskrankheiten, die durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden
  • Kreislauferkrankung
  • Missbrauch von Alkohol
  • Nebenwirkung durch Medikamente oder anderen Formen der Behandlung
  • Psychische Ursachen
  • Schlafstörung
  • Schwangerschaft

Fühlt man sich also über einen längeren Zeitraum erschöpft, sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Wie lange hält der Erschöpfungzustand bereits an?
  • Wie macht sich die Schwäche konkret bemerkbar?
  • Ist ein konkreter Auslöser bekannt?
  • Welche Vorerkrankungen existieren?
  • Wie ist es um die Ernährungsgewohnheiten bestellt?
  • Werden Medikamente eingenommen?
  • Werden weitere Beschwerden oder Symptome wahrgenommen?

Eine Störung, die sich in Erschöpfung äußert, ist das chronische Müdigkeitssyndrom, auch bekannt als chronisches Erschöpfungssyndrom. Dabei handelt es sich um einen Zustand permanenter Müdigkeit und Leistungsschwäche, der mindestens ein halbes Jahr anhält. Charakteristisch für dieses Syndrom ist, dass sich die Betroffenen selbst nach dem Schlafen nicht besser fühlen und häufig Schmerzen in Muskeln, Gelenken, Hals und Kopf verspüren.

Eine weitere Störung, die sich in Erschöpfung äußert, ist der Burnout. Er ist ein ausgeprägter psychischer und/oder physischer Erschöpfungszustand, der die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit längerfristig einschränkt. Die genauen Ursachen für den Burnout sind nicht ausreichend geklärt. Meist spielen starke Belastungen und über lange Zeit andauernder Stress in Beruf oder Familie eine große Rolle. Insbesondere, wenn gleichzeitig die eigene Leistung nicht oder nur wenig anerkannt wird und der Betroffene Stress für sich ungünstig bewältigt. Burnout Betroffene achten oft nicht genug darauf, sich Phasen der Ruhe und Entspannung zu gönnen und verdrängen über lange Zeit Warnsignale des Körpers.

 

Stress

<p>Im Hamsterrad gefangen</p>

Im Hamsterrad gefangen

Es gibt keine anerkannte Definition des Stress-Begriffes. Stress ist eine Reaktion des Körpers auf starke seelische, körperliche oder geistige Anforderungen, die eine dauerhafte Erhöhung der Aktivität des Zentralnervensystems verbunden mit Energiemangel auslösen. Der Körper mobilisiert alle verfügbaren Kräfte und Energien um mit einer bestimmten Situation fertig zu werden.

Stress entsteht bei starker Diskrepanz zwischen der Anforderung und unserer Fähigkeit, damit umzugehen! Entscheidend dabei ist, die subjektive Einschätzung oder Bewertung der Anforderung.

Alle Anforderungen, Bedingungen und Reize, die eine Stressreaktion im Körper auslösen, nennt man Stressoren.

Es gibt eine Vielzahl an Stressoren, die Auslöser und Ursache für Stresserkrankungen sein können:

  • Leistungsstressoren, wie Termindruck, ständige Erreichbarkeit, unzureichende Arbeitsorganisation
  • Beziehungskonflikte, wie ständige Streitigkeiten, psychische oder körperliche Gewalt
  • Soziale Stressoren, wie Mobbing, fehlender Respekt, Konflikte mit Eltern, Vorgesetzten, Kollegen, Partner
  • Äußere Faktoren, wie Krieg, Mißbrauch, Fluglärm, E-Smog usw.
  • Tiefe Einschnitte, wie Verlust der Eltern, des Kindes, Trennung vom Partner, Verarmung
  • Die gedankliche Beschäftigung mit schwierigen Situationen, Angst 
Unbewusste Stressoren, immer perfekt sein, immer beliebt sein, wir nehmen alles stets persönlich, wir konzentrieren uns auf unsere Schwächen und Mißerfolge, negative Verallgemeinerungen, Negatives.Konsequenzen-Denken

Das Stresserleben ist umso intensiver, je bedeutsamer eine Herausforderung für uns ist und wie bedrohlich wir ein mögliches Scheitern in dieser Situation subjektiv einschätzen. 

Die im Körper bewirkte Anspannung während der Stressphase erfordert langfristig eine Erholungsphase zur Regeneration. Entwickelt sich eine Dysbalance zwischen Anspannung und Entspannung machen sich letztendlich negative Energiebilanzen im Körper bemerkbar.

„Es sind nicht die Dinge und Ereignisse an sich, die uns beunruhigen, sondern die Einstellungen und Meinungen, die wir zu den Dingen haben.“ ( Epiktet, griechischer Philosoph der Stoa, 50-138 n.Ch.)

Typische Stresserkrankungen:

  • Koronare Herzerkrankungen
  • Herzinsuffizienz
  • Hypertonie
  • Diabetes mellitus Typ II
  • Schlaganfall
  • Neurologische Erkrankungen

 

 

© dirigo, Saarbrücken - Naturkundliches Therapiezentrum Rotenbühl
Heilpraktikerin Bärbel Walther
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