Zecke
Zecke

Die Borreliose – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

 

1975 bekommt die Borreliose ihren Namen – Morbus Lyme oder Lyme Borreliose. Er entsteht aus dem Ort Lyme im Bundesstaat Connecticut, in denen das Krankheitsbild nach gehäuftem Auftreten von Gelenksentzündungen in Verbindung mit Zeckenstichen erstmals beschrieben wurde und aus der Bezeichnung der Erregerfamilie, die nach dem Bakteriologen Amédée Borrel benannt wurde.

 

 

Die Zecken selbst sind nur Träger der Borrelie, in der Zecken selbst findet keine Vermehrung statt, sie erfolgt erst im Menschen.

 

Es sind mittlerweile 300 Untergruppen der Borrelien bekannt, dazu kommen 400 tropische Formen.

 


Spirochäten
Spirochäten

Borrelien sind gramnegative Bakterien und gehören zur Familie der Spirochäten. Es sind spiralförmige Erreger mit Geiseln auf der Membran, mit der sie in die Zelle eindringen können. Die Borrelien besitzen drei Membranen, die äussere Membran besteht aus einer schleimigen Schicht mit dem Oberflächenprotein Lipoprotein. Dieses Lipoprotein schützt die Borrelie vor dem Immunsystem, des Weiteren sorgt dieses Lipoprotein für eine schnelle Anpassung im Körper. Diese Anpassung auf die Eiweissstruktur des Wirtes erfolgt innerhalb von 12 – 14 Stunden, danach wird die Borrelie nicht mehr vom Immunsystem als fremd erkannt.

 

Borrelien können ihre Form, zum Schutz vor Antibiotikagaben, verändern oder sie verkapseln sich innerhalb einer Minute, so überleben sie selbst stärkste Antibiotikagabe.

 

Borrelien befallen alle Gewebe und überwinden auch die Blut-Hirn-Schranke. Wenn die Bakterien auch das Nervensystem befallen, spricht man von einer Neuroborreliose.

 

Wanderröte
Wanderröte

Borrelien können eine lange Inkubationszeit haben. Viele schwere Erkrankungen sind die Folge einer sehr langen Inkubationszeit. Die Zeit von der Ansteckung durch einen Zecken -stich bis zum Ausbruch der Erkrankung ist bei der Borreliose leider unbestimmt. Sie kann Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre betragen. Die Infektion kann klinisch stumm ver - laufen. Dadurch kann ein Teil der Borreliosen erst spät erkannt werden, zumal, wenn zu Infektionsbeginn keine alarmierenden Krankheitsmerkmale wie etwa eine Wanderröte  auftraten.

 

Die Borrelien sind äusserst beweglich und bewegen sich aktiv durch den Körper des Befallenen. Dabei beschädigen sie wahllos Gewebe und Organe und hinterlassen toxische Ausscheidungen, die als gefährliches Nervengift wirken können.

Die Symptome einer Borreliose können sehr vielfältig sein:

  • Fieber, Gliederschmerzen,Nachtschweisse
  • Müdigkeit, Erschöpfung, geringe Ausdauer
  • Schmerzen an Muskeln und Sehnen
  • Gelenkschmerzen mit und ohne Schwellung
  • Muskelkrämpfe, Kribbeln, stechende oder brennende Schmerzen
  • Herzrasen
  • Schmerzen des Brustkorbes, Wundgefühl an den Rippen
  • Unklare Kopfschmerzen
  • Schwankungen im Blutdruck
  • Gesichtsnervlähmung
  • Gleichgewichtsstörungen, Konzentrationsstörungen
  • Augenprobleme
  • Organprobleme unklarer Art
  • Blaurote Schwellungen, Papierhaut
  • Konzentrationsstörungen
  • Alkoholunverträglichkeit
  • CFS, Reizdarm, Collitis etc. 

 

Naturheilkundliche Therapieansätze

Die Behandlung der Borreliose und Neuroborreliose in der Naturheilkunde ist sehr vielfältig und oft nicht nur mit einem Mittel behandelbar. Gute Erfolge kann man mit der Phytotherapie, Infusionen verschiedener Aminosäuren und Vitaminen, homöopathischen Mitteln, der Ozon -oder Sauerstoff -therapie und richtet sich zuerst gegen die Symptome, erst in Folge dann den Borrelien selbst.

 

 

 

 







Naturheilkundliches Therapiezentrum
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